Anton Hermann Deutschbein (01.03.1869 bis 05.01.1939 war seit dem 15.01.1895 in erster Ehe mit Katharina Grote (26.12.1870 bis 30.01.1908) aus Scheuerfeld an der Sieg verheiratet. Aus dieser Ehe gingen neun Kinder hervor. Eine Tochter war die in Echternacherbrück geboren Agnes (17.11.1898 bis 17.04.1986). Anton Hermann Deutschbein war als Verlader bei der Bahn beschäftigt. Die Familie zog 1905 zunächst nach Euenheim und 1906 nach Euskirchen. In Euskirchen hatte ein Onkel von Anton Hermann Deutschbein, der Fabrikant Joseph Deutschbein (10.04.1847 bis 09.06.1901), 1892 „In den Benden” eine Metall- und Sortierwarenfabrik gegründet. Das Unternehmen produzierte vor allem Nadeln, Sicherheitsnadeln und Fingerhüte und wurde im Volksmund „Et Nodemöllche” genannt.
Nach dem Tode von Katharina Deutschbein geborene Grote heiratete Anton Hermann Deutschbein in zweiter Ehe die Witwe Maria Kaltwasser, geborene Weihs (18.06.1870 bis 01.07.1940. Aus dieser Ehe gingen noch drei weitere Kinder hervor:
Als Katharina Deutschbein im Jahre 1908 bei der Geburt eines Kindes an dem damals noch sehr verbreiteten Kindbettfieber starb, musste Agnes Deutschbein deshalb die Volksschule nach der siebten Klasse vorzeitig verlassen, um die jüngeren Geschwister mitzuversorgen.
Nach einem längeren Aufenthalt bei Verwandten in Holland absolvierte sie 1926 und 1927 in der Hebammenlehranstalt in Wuppertal-Elberfeld eine Ausbildung zur Hebamme. Am 01.07.1927 ließ sie sich in Euskirchen als freiberufliche Hebamme nieder. Sie bezog eine kleine Wohnung im Hause der Familie Busch in der Hochstraße 13.


