Der aus Lingen an der Ems stammende Landeskultur-Oberinspektor Bernhard Gerhard Fienup (1864 bis 12.02.1925) war mit Katharina Fuchs (08.10.1867 bis 16.01.1941) verheiratet. Er war Beamter am Kulturamt, dem späteren Amt für Agrarordnung in Euskirchen und im Presbyterium der evangelischen Kirche zu Euskirchen. Aus dieser Ehe gingen sechs Kinder hervor.
Eine Tochter war Anna Josefine (13.02.1900 bis 12.06.1996). Sie war Lehrerin und später Leiterin der evangelischen Schule in Euskirchen, die 1891 als einklassige Schule in wechselnden Räumen gegründet wurde. Josefine Fienup war seit dem 01.01.1929 zuerst mit Karl Pabst und ab 1932 mit Gottfried Fischbach an der zu dieser Zeit bereits zweiklassigen evangelischen Schule tätig.
Im Jahre 1939 wurde die Konfessionsschule aufgelöst. Die Schüler der evangelischen Schule wurden auf die verschiedenen Gemeinschaftsschulen der Stadt Euskirchen verteilt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügten die damaligen Besatzungsmächte die neue Einrichtung der Konfessionsschule. So wurde 1945 auch wieder eine evangelische Volksschule gebildet, und zwar erfasste man zunächst nur die Grundschüler in einer Klasse. Die Klasse wurde in der Gehörlosenschule untergebracht, später erhielt sie einen Raum in der Nordschule. 1946 wurde auch eine Oberklasse eingerichtet.

