Um 1905 errichtet; Grabanlage mit hohem Grabkreuz aus hellem Naturstein in klassischer Formensprache; Namenstafeln und das Christusmedaillon sind aus weißem Marmor; Grabeinfassung weist noch vier betonende Eckpfeiler auf, zwischen denen ursprünglich Ketten gespannt waren.
Die Eheleute Hubert Krementz (12.11.1846 bis 04.10.1892) und Maria Hubertine Sophia (Sofie), geborene Trienes (29.05.1858 bis 07.01.1931), die vom Niederrhein stammten, gründeten am 18.07.1881 in der „Neustraße Nr. 777", dem späteren Haus Nr. 20 ein Lebensmittel- und Gemischtwarengeschäft, aus dem sich ein Lebensmittelfilialbetrieb entwickelt hat. (28) Die Eltern von Sofie Trienes waren der Gärtner Peter Wilhelm Hubert Trienes aus Roermond und Maria Theresia Huppertz aus Heinsberg.
Die Eheleute Krementz hatten das Grundstück Neustraße von den Erben des Bürgermeisters und Landwirts Peter Josef Ruhr erworben. In dem Lebensmittel- und Gemischtwarengeschäft wurde alles feilgeboten, was die damalige Bevölkerung, vor allem die ländliche, brauchte. Neben üblichen einfachen Lebensmitteln wurden auch Heringe aus dem Fass, Gewürze, Salz, Petroleum, Tapeten, Farben, Steingut, Porzellan, Sensen, Sicheln, Eisenwaren, Textilien und sogar Bohnenkaffee und Tee geführt. Zum Sortiment des ersten Krementz-Ladens gehörten auch Klee-, Gras- und Runkelrübensamen, Dicke Bohnen und Erbsen sowie Stangen- und Strauchbohnen. Sämtliche Sämereien bezogen die Eheleute Krementz von Sophies Vater Peter Trienes, der in Düren eine große Samenzucht unterhielt. Bevor man zum Kauf schritt, wurde die Kundschaft mit selbstgebranntem Getreidekaffee, der mit Zichorie gewürzt war, bewirtet. Die Neustraße entwickelte sich in dieser Zeit zur Einkaufsstraße Euskirchens, diesen Standortvorteil konnte das Ehepaar Krementz nutzen. Das Geschäft ging von Anfang an gut. Über die Preise konnte nicht gefeilscht werden, sie waren fest und es gab keinen Kredit. Man musste also alles bar zahlen, was damals durchaus nicht üblich war.

