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Josefine Fienup - Feld 36, Nr. 129 – 130

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Anna Josephine Fienup (13.02.1900 bis 12.06.1996) war eine von sechs Kindern des aus Lingen an der Ems stammenden Landeskultur-Oberinspektor Bernhard Gerhard Fienup (1864 bis 12.02.1925) und der Katharina Fuchs (08.10.1867 bis 16.01.1941).

Sie war Lehrerin und später Leiterin der evangelischen Schule in Euskirchen, die 1891 als einklassige Schule in wechselnden Räumen gegründet wurde. Josephine Fienup war seit dem 01.01.1929 zuerst mit Karl Pabst und ab 1932 mit Gottfried Fischbach an der zu dieser Zeit bereits zweiklassigen evangelischen Schule tätig.

Im Jahre 1939 wurde die Konfessionsschule aufgelöst. Die Schüler der evangelischen Schule wurden auf die verschiedenen Gemeinschaftsschulen der Stadt Euskirchen verteilt. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügten die damaligen Besatzungsmächte die neue Einrichtung der Konfessionsschule. So wurde 1945 auch wieder eine evangelische Volksschule gebildet, und zwar erfasste man zunächst nur die Grundschüler in einer Klasse. Die Klasse wurde in der Gehörlosenschule untergebracht, später erhielt sie einen Raum in der Nordschule. 1946 wurde auch eine Oberklasse eingerichtet. 

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Da gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Gottfried Fischbach sich in seiner Heimat in Walbröhl um die freigewordene Rektorstelle bewarb, übernahm Josephine Fienup 1945 die Leitung der Schule. Sie war Leiterin dieser Schule von 1945 bis 1963. Am 01.03.1950 wurde sie laut Verfügung der Regierung zur Hauptlehrerin ernannt. 

Auf Drängen der evangelischen Gemeinde und der Elternpflegschaft der Nordschule entschloss der Rat der Stadt Euskirchen sich für den Neubau einer evangelischen Schule. Im Dezember 1957 konnte dann endlich der Unterricht in der neuen evangelischen Schule an der Kölner Straße beginnen, die dann den Namen „Paul-Gerhardt-Schule“ erhielt. Die Hilfsschule zog zunächst ebenfalls in die neue Schule an der Kölner Straße ein. Die Leiterin der Hilfsschule, Gertrud Schmöle, war eine Nachbarstochter von Josefine Fienup, sie wuchsen zusammen auf. Gemeinsam wollten die beide eng befreundeten Frauen, deren Schulformen in der Euskirchener Schullandschaft als Exoten galten, ihre Schulen und Schüler bestärken. 

Josephine Fienup erwarb sich auch durch ihre Arbeit an der weiblichen Jugend besondere Verdienste in der evangelischen Gemeinde.