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Maria Klee - Feld 57, Nr. 1 – 2

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Maria Klee, geb. Küster kam am 12. Januar 1898 in Euskirchen zur Welt. Nach dem Besuch der West-Schule arbeitete sie zunächst in der elterlichen Bäckerei. Mit 18 Jahren ging sie 1916 nach Liegnitz in Schlesien und absolvierte dort die Ausbildung zur landwirtschaftlichen Gutssekretärin. Zurück in der Heimat, fand sie eine Anstellung beim „Kreisblatt Schleiden“.
Als sie dann Erwin Klee kennenlernte, führte sie die Liebe zurück nach Euskirchen. Erwin Klee und Maria Küster heirateten im Sommer 1927.
Bereits 1923 suchte die Bäckerinnung Euskirchen eine Kraft, die sich intensiv um die „Genossenschaft“ der Innung des Euskirchener Bäckergewerbes kümmerte. Maria Küster übernahm diese Aufgabe. Als 1926 die Innungskrankenkasse für Bäcker als erste Innungskrankenkasse im Kreis Euskirchen gegründet wurde, mussten ein Vorstand, ein Geschäftsführer und ein Kassenausschuss gefunden werden.
Aus dieser Zeit sind Maria Küsters Worte überliefert: „Ohne mich!“ Das hielt aber nicht lange. Am Ende der Vorstands- und Ausschuss-Sitzung vom Angang 1927 stand die Geschäftsführerin fest: „Fräulein Küster“.
Mit dem Fahrrad betrieb die Innungsangestellte Maria Küster, seit Juli 1927 Frau Klee, die Kundenbetreuung – von Euskirchen bis nach Lechenich, Zülpich, Münstereifel, Schwerfen und Kommern.
Kurz vor Weihnachten 1944 wurde Euskirchen schwer bombardiert. Maria Klee hatte kurz vor dem Angriff die wichtigsten Akten mit nach Hause genommen – auf die Münstereifeler Straße. Als die Geschäftsstelle bei dem Bombenangriff total zerstört wurde, führte Maria Klee die Geschäfte viele Jahre von zuhause aus – auch nach Kriegsende.
1947 gründete Maria Klee auch noch die Bäcker-Einkauf-Genossenschaft und wurde auch deren Geschäftsführerin.

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Nach 60 Jahren Tätigkeit für die Innung amüsierte sich Maria Klee über ihren Ausspruch „Ohne mich“. Aus dem „Ohne mich“ war ihr Lebenswerk geworden: Die Innungskrankenkasse der Bäcker, die in den 1960er Jahren zur Innungskrankenkasse für 13 Innungen wurde.

Als Maria Klee nach 40-jähriger Tätigkeit als Geschäftsführerin ausschied, resümierte sie: „Ich bin stolz, dass die Kasse all die schweren Jahre überlebt hat. Ich bin glücklich, dass ich in all den Jahren nie ein Kassendefizit hatte. Und das Schönste war, dass ich in jedem Bäckerhaus zu Hause war.“

Mit ihrer menschlichen Art und ihrem immer offenen Ohr für die Sorgen und Wünsche der Innungsmitglieder war Maria Klee die „gute Seele“ von Innung und Krankenkasse. Dafür wurde sie anlässlich ihres 95. Geburtstags mit der Goldenen Ehrennadel der IKK ausgezeichnet.

Maria Klee